Historie
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© Pfarrgemeinde St. Jakob Langquaid  

Historie der Pfarrgemeinde

Die Pfarrei Langquaid gibt es seit 150 Jahren. Das ist eine kurze Zeit angesichts dessen, dass es das Bistum Regensburg schon seit nahezu 1300 Jahren gibt. Das kirchliche Leben begann bereits natürlich bereits viel früher. Frühchristliche Zeiten Die Gegend südlich der Donau gehörte zur römischen Provinz Raetien. Mit den Soldaten und Kaufleuten kam auch die christliche Lehre zu uns nach Niederbayern. Etwa in der Zeit 430 bis 450 wirkte der hl. Valentin auf niederbayerischem Gebiet. Die ersten bayerischen Herzöge, die Agilolfinger machten Regensburg zu ihrem Herrschaftssitz und sie haben sich bereits zum christlichen Glauben bekannt. Die ersten Bayernmissionare waren Eustatsius, Ägilus und Agretius. Um 615 gründete der hl. Eustatsius, ein Iroschotte, Weltenburg, das älteste noch bestehende Kloster unserer Heimat. Gegen Ende des 07. Jahrhunderts sind mit Emmeram, Korbinian und Rupert Glaubensboten aus dem westfränkischen Reich in unsere Gegend gekommen. Der hl. Bonifatius führte im Auftrag von Papst Gregor III die kirchliche Organisation in Bayern durch. Er erhob die Städte Regensburg, Passau, Freising, und Salzburg zu ständigen Bischofssitzen. In den Bistümern enstanden Pfarren und die ältesten Pfarreien sog. Urpfarreien waren anfangs sehr ausgedehnt. Bei uns gelten als Urpfarreien Schierling, Rottenburg, und die seit dem 9. Jh. bestehende Pfarrei Sandsbach. Filialkirche Langquaid und die Stiftung des Huber Im frühen Mittelalter erbaute ein Grundherr seine eigene Kirche in unmittelbarer Nähe seines Hofes. Anfangs war die Zahl der Eigenkirchen weitaus höher als die Zahl der kircheneigenen Gotteshäuser. Gegen Ende des 8. Jh., als die Kirchenorganisation gefestigt war, legte man den Grundherren nahe, ihre Eigenkirchen dem zuständigen Bischof zu übergeben. Diese Eigenkirchen wurden i.d.R als Filialkirchen an schon bestehende Pfarren angegiedert. So mag es auch mit der Langquaider Kirche geschehen sein. Langwert von Simmern erwähnte in seiner Pfarrbeschreibung von 1724, dass Langquaid seit Anfang an zur Pfarrei Sandsbach gehörte. Dokumentiert wird diese Verbindung erstmals im Jahre 1037 als der Graf Eberhart II und Gemahlin von Ebersberg ihren erblichen Besitz in und um "Langwaida" mit dem nahen Sandsbach an das von ihnen im Jahr 1030 gestiftete Benediktinerinnenkloster als Schenkung übereignen. Gleichzeitig wird in Sandsbach eine Probstei mit niederer Gerichtsbarkeit errichtet und Langquaid kirchlich inkorporiert. Um die kirchliche Betreuung zu verbessern, stiftete im Jahr 1412 der damalige Probsteirichter zu Sandsbach, Konrad Hueber, der Kirche ein Frühmessbenefizium: "Ich Konrad Hueber bekenne öffentlich mit diesem Stiftungsbrief... vermacht hab gegen Langquaid Hintz(=hin zu) St. jakob zu einer ewigen Meß. 1. verschaff ich zu der Frühmeß das bei dem Markte gelegene lehen, genannt Zollerlehen..." .Interessant ist, dass der Stifter eine strikte Eigenständigkeit und keine Einmischung des Sandsbacher Pfarrers in die Stiftung wollte. Für die Langquaider Bürger trat insofern eine Besserung ein als an Sonn- und Feiertagen an denen der Pfarrer keinen Gottesdienst halten konnten, dieser vom Benefizianten zelebriert wurde. Die Benefizianten konnten aber nur eine Frühmesse abhalten und aufgrund Platzmangel konnten war der Zustand immer noch nicht zufriedenstellend. und Stiftung des Wimmer-Benefiziums Ein Vertrag mit 24 Punkten wurde am 31.05.1673 zwischen dem damaligen Benefizianten Johann Kirzinger und der Pfarrgeistlichkeit von Sandsbach abgeschlossen. Aber auch hier wurde nur festgeschrieben an Sonn- und Feiertagen nur einen Gottesdienst zu halten. So stiftete 1719 Rosina Wimmer im Jahr 1719 ein zweites Benefizium. Erster Benefiziat war Joh. Michael Karlfinger und der letzte Johann Nath (1952-1965). Die Stiftung sah u.a. zusätzliche Messen an Werktagen, eine zusätzliche Messe an Sonntagen sowie "die altgewöhnlichen Kreuzgänge nach Bettbrunn und Mallersdorf zu begleiten". Langquaid wird Pfarrei Letztlich versuchten die Bürger von Langquaid immer wieder eine eigene Pfarrei zu bekommen. Mit der Säkularisation von 1803 endete die Verbindung der Pfarrei Sandsbach zum Benediktinerinnenkloster Geisenfeld. Nach weiteren Versuchen kam dann 1849 ein glücklicher Umstand zu Hilfe: Der damalige Pfarrkurat Georg Michael Schmid von Paring sprach anlässlich eines Besuchs beim Bischof von Regensburg die Langquaider Sache an. Bischof Valentin von Riedel zeigte sich aufgeschlossen und nahm sich der Sache an. Letztlich erließ am 16.07.1854 König Maximilian II folgenden Erlaß: Sr. Majestät Maximilian II. von Gottes Gnaden König von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Bayern, Franken und Schwaben Wir finden uns bewogen, die Einrichtung in einer Pfarrei in Langquaid, Landgericht Rottenburg, beziehungsweise die Erhebebung des Huber´schen Benefiziums daselbst zu einer Pfarrei...zu genehmigen... Am 21.10.1855 wurde der Benefiziat Joseph Fritz feierlich als Pfarrer von Langquaid eingeführt. Quelle Inhaltlich und teilweise orginaltextlich stammen die Informationen zur Pfarrkirche aus der Festschrift der kath. Pfarrei St. Jakob 2004 zur 150-Jahr-Feier mit einem Beitrag von Karl Burgmayer (t).
Tafel an der Mauer des Pfarrhofes Historie