Kirchenbau
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© Pfarrgemeinde St. Jakob Langquaid  

Interessantes zum Kirchenbau

Die Entstehungsgeschichte und romanische Basis Vermutlich stand an der Stelle der heutigen vormals eine Holzkirche ohne Turm. Das Alter der Pfarrkirche lässt sich nicht mehr genau sagen; es wird angenommen, dass im 13. Jh. in der Zeit der Markterhebung unter den bayerischen Herzögen das Kloster Geisenfeld an Stelle der kleinen kappellenartigen Kirche einen größeren Neubau im romanischen Stil errichten ließ. Die Merkmale sind heute z.B. noch am Turm zu sehen. 15. Jahrhundert Im 15. Jh. wurde ein größerer Umbau vorgenommen. Das Kirchenschiff wurde erhöht und in spätgotischer Einwölbung zum Chorraum umgestaltet. Zugleich wurde in westlicher Richtung ein neues, größeres Langhaus angebaut. Rätsel geben zwei aus der frühgotischen Zeit stammende Steinfiguren auf. Das Eselsrelief und eine menschliche Figur, die beide nahe der Sakristei zu sehen sind. Beider Figuren Bedeutung und Ursprung sind ungeklärt. Barockisierung um 1740 Um 1740 begann die Barockisierung der Anlage. Vor allem der Innenraum wurde dem damaligen Zeitgeschmack angepaßt und das Aussehen geschaffen, das die Kirche auch heute noch hat. So wurde im Verlauf der Umbauarbeiten im Chorraum eine halbrunde Nische eingesetzt und die Sakristei angebaut. Der Turm wurde um den achteckigen Teil und die doppelt geschweifte Haube erhöht. Zugleich wurde der Chorbogen, die Fenster und das Südportal barock verändert und das Langhaus verlängert. Das Säulenportal stammt vermutl. aus dem 17. Jh. Flache Wandpfeiler sog. Pilaster gliedern Chor und Langhaus. Besonders der Altarraum bekam durch Stuck in Girlanden-, Ranken- und Gitterform mit Blumen und und Blätterwerk sein spätbarockes Aussehen. Im Kirchenschiff ist der Stuck sparsamer eingesetzt, hier ist besonders das Muschelwerk über den Fenstern augenfällig. Möglicherweise wurde der Bezug zum heiligen Jakob hergestellt. Außenanlagen An der Ostseite befand sich der Friedhof mit der Arme-Seelen-Kapelle, die 1735 errichtet wurde und bei den Umbauten als Notkirche fungierte. Diese Kapelle ist ein rechteckiger Barockbau mit zei Jochen und Kreuzgewölbe, innen mit Pilastergliederung. Die Fenster sind sowohl oben als auch unten abgerundet. Die Kapelle wurde bis 1975 als Leichenhaus genutzt. Wissenswert ist auch, dass aus dieser Seelenkapelle 1948 das ca. 300 Jahre alte Hochaltarbild entfernt und über dem Südportal der heutigen Kirche angebracht wurde. Es zeigt ein von Engeln getragenes Muttergottesbild. Es schwebt über der damaligen Pfarrkirche noch mit gotischem Turm, einem Teil des Marktes Langquaid und dem damaligen Bürgermeister mit Halskrause sowie einigen Bürgern des Ortes. Quelle Quelle: Inhaltlich und teilweise orginaltextlich stammen die Informationen zur Pfarrkirche aus der Festschrift der kath. Pfarrei St. Jakob 2004 zur 150-Jahr-Feier mit einem Beitrag von Brigitte Becher.
romanischer Turmunterbau
romanischer Unterbau am Turm
Eselsrelief
Eselsrelief nahe Sakristei
muschelartiger Wandstuck Kapelle